Was war das für ein Spaß! Rumrennen, suchen, durch die Hügel und in den Waldrand, und keiner hat gemotzt, dass man das nicht dürfe!
Zunächst haben wir dort nämlich Naturmaterialien gesucht, um Naturbilder zu legen. Diese haben wir dann gegenseitig begutachtet. Da kamen super Sachen raus, am Einprägsamsten weil Imposantesten war wohl die durch ein wunderschönes Kastanienblatt abstrahierte Sonne. Respekt, wie kreativ unsere kleine NAJUs sind! Auch nicht schlecht, wiel vor allem völlig unerwartet, war die Abbildung der Umgebung in ein stark vereinfachtes Bild,und zwar mit teich, Bumen, Wiese und Sonne. Ein kleiner van Gogh! Auch ein wunderschönes blumiges Mandala war entstanden.
Mit der Erfahrung legten wir alsdann am Forstweg hinter der Grillhütte zusammen ein Riesenmandala – alles zusammen vorab mit der Forstverwaltung abgesprochen.
Der dritte Punkt war dann das Erstellen von Baum- oder Waldgeistern. Dazu haben wir mittels Lehm Moos, Steine, Zapfen an Bäumen befestigt, os dass lustige oder auch gruselige Gesichter entstanden sind. Die haben der darauffolgenden Geburtstagstruppe bestimmt gut gefallen – fast so gut, wie unser überlassenes Zelt gegen die Sonneneinstrahlung auf die Sitzbänke.
Bei der NAJU nehmen wir nämlich Sonnen-und Hitzeschutz sehr ernst, angespornt durch Programme wie "CleverInSonne" oder auch durch unsere ganz eigene Selbstfürsorge. Und so konnten die NAJUs am Ende noch im Schatten Steine bemalen. Damit hatten sie ein rundes Mitbringsel und Andenken aus Naturmaterialien – neben der schönen Erinnerung an den schattigen und kühlen Wald bei über 30 °C Außentemperatur.
Manchmal kann alles so einfach sein: Man unterhält sich mit den Eltern über den nächsten Termin – und zack – erweisen sie sich als kompetent, um einen großen Teil davon zu übernehmen.
So konnten wir mit Hilfe von Frau X. den NAJU-Kindern ermöglichen, verschiedene Salben und Cremes auf Basis von Gundermann, Spitzwegerich, Kakaobutter, Olivenöl und Kokosöl selbst herzustellen.
Wir trafen uns bei strahlendem Sonnenschein im „grünen Klassenzimmer“ des NABU Bretten – und zwar im Jeremias-Garten. Dort lernten wir die Kräuter kennen und schnitten alsbald eifrig mit. Während der Ölauszug zog, und die NAJUs nichts weiter tun mussten als zu warten, bereiteten wir noch selbstgemachte Kräuterbutter zu: Wir vermengten verschiedene Kräuter mit Sahne und füllten die Mischung in kleine Gläser ab. Danach spazierten wir eine Viertelstunde durch den Wald, wo wir die zuvor vorgestellten Pflanzen am Wegesrand wiederentdeckten: Neben Brennnessel und Löwenzahn fanden wir für kundige Waldläufer schnell auch Knoblauchrauke, Waldmeister, Vogelmiere und noch mehr – sowie einige schöne Käfer, die wir behutsam vom Weg in die Böschung am Rand beförderten.
Gegen den Durst haben wir ebenfalls etwas mit Wildkräutern zubereitet: selbstgemachte Waldmeister-Limonade. Das war ein echter Spaß!
So konnten wir die Wartezeit wunderbar überbrücken und jedem Kind zwei bis drei Gläser mit Spitzwegerichsalbe und Gundermann-Creme mit nach Hause geben.
Bei unserem heutigen Termin konnten die NAJUs allerlei über das Leben, Lebensformen, Tiere, Bäume, Pilze im Wald erfahren.
Wir haben den Waldaufbau hinsichtlich Lebenszonen untersucht, den Boden näher betrachtet, von Pflanzen- und Fleischfressern und derNahrungspyramide gehört, aber auch Jahresringe an Bäumen gezählt, Rinden ertastet, Bäume zu unterscheiden gelernt, und sogar Molche in einem kleinen Wasserloch gefunden.
Zeit für eine Vesperpause hat sich trotz des inhaltvolen Progeamms selbstverständlich auch noch finden lassen.
Bei herrlichem Frühlingswetter trafen sich alte und neue NABUs allen Alters sowie zahlreiche NAJU-Familien und genossen Luft und Ausblick rund ums Derdinger Horn. Dabei konnten wir bereits einige Fluginsekten wahrnehmen wie Schmetterlinge, aber auch Eidechsen bewundern. Highlight war sicherlich der Walderlebnispfad.
Toll fanden unsere NAJUs ja nicht, dass überall so viel Müll in der Natur lag und liegt. Dementsprechend haben sie kräftig angepackt, dass er in Zukunft nicht mehr dort liegen möge.
So ganz nebenbei haben wir auch die Grillhütte Bauerbach vom ganzen Unrat befreit.
Was wir alle aber toll fanden: Dass wir auch einen anderen Bürger angetroffen haben, der rund um die Bahnhaltestelle einfach mal so am Sonntag Vormittag etwas sauber macht. Und dass unsere NABU-Mitglieder beim Walken auch immer Müll mitnehmen. Schade ist, dass auch auf den Feldern recht viel Plastikmüll erkennbar ist, den wir nicht entfernen konnten.
Hui, das war lustig! Wir haben uns in der Jugendverkehrsschule getroffen, wo wir Rinderfett erwärmt haben und dann mit verschiedensten Körnern und Vogelfutter durchmischt haben in Tontöpfe und Ausstecherle, Schnur dran, fertig. Denn ausreichend kalt war es, das Fett hat sofort ausgehärtet. Auch mit Modelliermasse aus Erdnussbutter haben wir gearbeitet und damit Futter in Tannenzapfen eingeknetet oder noch tollere Formen gemacht.
Außerdem haben wir zwei riesige Meisenknödel auf dem Verkehrsübungsplatz dagelassen, damit wir in den nächsten Jahren dort immer mehr Vögel beobachten können.