Die Folgen des bis heute erfolgten Temperaturanstiegs sind bereits deutlich zu spüren – für den Menschen und für die Natur, weltweit und hier bei uns in Deutschland. Trockenschäden des Waldes durch heiße Sommer, Waldbrandgefahr, Überflutungen und Wegschwemmen von fruchtbarem Ackerboden durch Starkregen, Abschmelzen der Gletscher in den Alpen, Anstieg des Meeresspiegels und und und .
Wir müssen dringend handeln – weltweit und wir persönlich hier in Bretten! Denn wenn die Freisetzung des Klimagases Kohlendioxid (CO2) durch uns Menschen nicht schnell und konsequent vermindert wird, wird es nicht nur ‚ein bisschen wärmer‘ - die große Gefahr ist bei weiterem Temperaturanstieg ein Überschreiten von Klima-Kipp-Punkten. Wenn das passieren sollte, wird der dann folgende Temperaturanstieg unbeherrschbar und zu einer globalen Heißzeit führen. Mit dem Gebrauch von Superlativen soll man sehr vorsichtig umgehen – hier ist er angebracht: werden Klima-Kipp-Punkte gerissen, werden die Folgen katastrophal sein.
Die gute Nachricht: es liegt in unserer Hand – durch einen zügigen und konsequenten Umstieg weg von der Freisetzung von Treibhausgasen in unsere Atmosphäre und hin zu Erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung, Beenden von Energieverschwendung (z.B. durch gute Wärmedämmung ), Energiespeicherung und anders mehr.
Der NABU auf Bundes- und Landesebene engagiert sich seit Jahren für den Schutz unseres Klimas, und auch in Bretten sind wir als NABU für den Klimaschutz immer wieder aktiv geworden.
Durch die Bildung des neuen Arbeitskreises ‚Klimaschutz‘ wollen wir uns verstärkt für ganz praktischen Klimaschutz vor Ort einsetzen. Geplant ist, uns in die naturverträglichen Energiewende einzubringen.
Den vom Gemeinderat Bretten 2020 mit breiter Mehrheit beschlossenen Prozess ‚Klimastrategie Bretten‘ und ‚European Energy Award‘ wollen wir durch unsere Mitarbeit zu einer Erfolgsgeschichte machen.
Denn es ist ja klar – es muss viel angepackt werden – und das in einer Weise, die Natur und unsere Lebensgrundlagen erhalten.
Um es mit den Worten des Jörg-Andreas Krüger (NABU-Präsident seit 2019) zu sagen:
Es geht darum, den Artenschutz möglichst eng mit der Energiewende zu verzahnen. Die Erderhitzung ist eine riesige Bedrohung für viele Arten auf diesem Planeten. Die Energiewende ist eines der wichtigsten Mittel dagegen. Ohne Energiewende können wir uns allen Artenschutz auch gleich sparen.
(DER SPIEGEL, 9.2.2020) Mitmachen - Ideen einbringen – Lernen – alle sind herzlich willkommen.